Themen der Zeit

November und Dezember 2011


Nach meiner Überzeugung stellt sich Balance und damit Gerechtigkeit dort ein, wo es gelingt, flexibel zwischen unterschiedlichen Herausforderungen zu wandern und dabei immer wieder die eigene Mitte herzustellen.
In diesen Zusammenhang gehört auch die Frage, inwieweit ich als Mensch mit meinen persönlichen Anliegen eine solche Balance erzielen kann in und mit meinen verschiedenen Umwelten. Herausforderungen durch die Gesellschaft- politischer, wirtschaftlicher oder rechtlicher Art, haben stets auch Einfluss auf weite Teile meines persönlichen Lebens.

So stellt sich die Frage, welche Herausforderungen in den nächsten Zeiten durch meine gesellschafts-politischen Umwelten an mich als Mensch herangetragen werden. Denn je klarer ich mir darüber bin, welchen Herausforderungen ich mich hier zu stellen habe, um so leichter kann ich mich auf meinen Pfaden bewegen. Um diese Kernthemen zu ermitteln, bediene ich mich einer mundan-astrologischen Betrachtungsweise :
Im Zentrum steht die Herausforderung, sich mit verschiedenen Werte- Ordnungen auseinanderzusetzen und hierzu jeweils einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten:

Das führt zu folgenden konkreten Fragen:
  1. Wieweit ist grenzenloses Wachstum möglich (Thema Schulden, Wohlstand, Luxusartikel, Freizeit, Arbeitszeit)?
  2. Welchen Preis habe ich jeweils dafür zu zahlen?
  3. Bin ich bereit, diesen Preis auch zu zahlen?

Und zwingt auf der anderen Seite, sich über folgende Fragen Klarheit zu verschaffen:
  1. Was ist wirklich Wert-haltig im Sinne einer Nachhaltigkeit (Thema innere Werte, äußere Werte, Familienwerte, Bankwerte)?
  2. Welche Werte haben für mich Vorrang?
  3. Was bin ich bereit dafür einzusetzen, solche Werte erhalten zu können?

Bei alldem ändern sich rasch und nicht immer logisch nachvollziehbar die Dinge, die mich im Außen umgeben. Plötzliche Vertragsbrüche, plötzliche rasche Kehrtwendungen in vielen Bereichen, in denen sich gerade Stabilität am Horizont abgezeichnet hat. Was mich als Mensch stets dazu zwingt, mich den veränderten Außen-Umgebungen anzupassen.
Das wird dann leichter, wenn ich aus meiner eigenen Mitte heraus agieren kann und nicht stets nur von Außen gelenkt bin.

Das Ganze ist vergleichbar mit dem Surfen in einem Meer, dass zeitweise immer wieder von heftigen Wellen aufgebauscht wird: trifft mich eine solche Welle, so ist es sicher hilfreich, nicht so sehr auf eine perfekte Technik zu achten (oder auf Glaubenssätze wie: „...man muß...“, „...es ist...“, „... man soll...“), sondern darauf, wie es mir gelingt, auf dem Brett zu bleiben.
Selbst dann, wenn ich in eine bestimmte Richtung surfen möchte, muß ich in einem solchen Moment flexibel bleiben - die Richtung zwar nicht aus den Augen verlieren, aber zunächst einmal die Welle meistern.

Dafür ist es erforderlich, in meiner eigenen Mitte zu bleiben, meine Balance zu halten, sich nicht von widersprüchlichen Meldungen aus dem Außen verwirren zu lassen in Bezugnahme auf das, was mir selbst als Mensch wichtig ist. Das wird dann leichter, wenn ich mir darüber bereits Klarheit verschafft habe, um mir das Ruder für meinen persönlichen Lebenskurs nicht aus der Hand nehmen zu lassen durch äußere Umstände.

Hilfreich ist es dann, wenn plötzlich massive Angst oder Wut ( die verborgene Schwester der Angst ) in mir aufsteigen, in mir zu überprüfen, warum das für mich so ist.
  • Habe ich zu sehr auf andere vertraut- und zu wenig auf mich?
  • Habe ich mich täuschen lassen über ein wichtiges Wertsystem und dabei mein eigenes vielleicht vernachlässigt?
  • Habe ich vielleicht zugelassen, dass andere mein Lebensruder übernehmen, weil es für mich der bequemere Weg war?
  • Also richtet sich mein Zorn vielleicht in erster Linie gegen mich ?
  • Wie kann ich diese Fremdbestimmung abstellen?
  • Und die Angst, vielleicht weil ich mir und meinen Fähigkeiten nicht ausreichend vertraue?
  • Wie kann ich also mein Selbst-Vertrauen wieder herstellen?

Wenn es mir hier gelingt, über genaue Recherche für mich Kopf und Herz wieder zusammenzuführen, so werde ich auch Lösungen finden. Auf diesem Wege kann ich mich den Herausforderungen, die mir das Außen bringt, stellen.

(IBE)